Schriftenreihe zur Internationalen Politik, Band 4
Hg.: Erich Reiter
Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar, 2011
ISBN 978-3-205-78709-9
Nach der Auflösung des Warschauer Paktes, der deutschen Wiedervereinigung und der Erweiterung der EU um die zentraleuropäischen Staaten war Osteuropa für mehr als ein Jahrzehnt aus dem Zentrum der Aufmerksamkeit der westeuropäischen Allgemeinheit gerückt. Erst 2005 - mit der Orangen Revolution in der Ukraine - beflügelten Hoffnungen auf Demokratisierung großer Teile Osteuropas das Interesse westlicher Medien. Diese Aufbruchsstimmung ist jedoch heute zu einem erheblichen Teil verflogen. Was ist schief gelaufen? Namhafte Experten untersuchen die ergriffenen und versäumten Chancen sowie mögliche politische Weichenstellungen sowohl in jenen östlichen Nachbarschafts-Ländern der EU, als auch solche der EU, ihrer Mitgliedsstaaten und der USA.
Mit Beiträgen von:
- Werner Lackner, Erich Reiter: Vorwort
- Winfried Schneider-Deters:Janukowitschs Machtübernahme in der Ukraine - Erosion der Demokratie und Integration in "eurasische" Strukturen?
- Peter W. Schulze: Die wirtschaftliche und energiepolitische Position der Ukraine zwischen der EU und Russland
- Eugene Kogan: Ukraine's Post-Election Defence and Security Agenda
- Hans-Joachim Spanger: Europäische und deutsche Osteuropapolitik
- Piotr Buras: Polens Rolle in der Osteuropapolitik der EU
- Hannes Adomeit: Politik und Strategie der USA in Osteuropa und im Kaukasus: Back to Square One
- Andrei Zagorski: Russland und die Ukraine: Kontroverse Agenda und die Tauwetterpolitik
Schriftenreihe zur internationalen Politik, Band 3
Hg.: Erich Reiter
Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar, 2010
ISBN 978-3-205-78565-1
In der westlichen Politik nimmt Zentralasien einen bescheidenen Raum ein, als sekundärer Schauplatz, der allerdings durch den Krieg in Afghanistan und die Unsicherheiten bei der Energieversorgung Europas eine gewisse Bedeutung erlangt hat. Dabei spielt die Konkurrenz der westlichen Staaten untereinander und mit Russland eine Rolle. Wenn Moskau versucht, seinen Einfluss in den ehemaligen Republiken der UdSSR zu erhöhen, so trifft das einerseits auf den Widerstand in diesen Republiken selbst, die gelernt haben, wie man Konkurrenten gegeneinander ausspielt, stößt aber auch auf Widerstand im Westen. Der Konkurrenzkampf mit dem Westen in dieser Region sollte für Moskau leichter sein, denn die materiellen und immateriellen Vorteile liegen auf russischer Seite. Aber auch China (und andere Mächte) spielen hier mit.
Mit Beiträgen von:
- Hansrudolf Kamer, Erich Reiter: Vorwort und Einleitung: Globalpolitische Aspekte zur Zentralasienpolitik
- Peter W. Schulze: Das Ringen um die zentralasiatischen Energie- und Rohstoffressourcen
- Hansrudolf Kamer: Globalpolitische Askekte der westlichen Zentralasienpolitik
- Uwe Halbach: Die "islamistische Gefahr" als sicherheitspolitisches Problem in Zentralasien
- Uwe Halbach: Militanter Islamismus: Brücke zwischen Zentralasien, Afghanistan und Pakistan?
- Markus Kaim: Die Zentralasien-Politik der USA
- Gudrun Wacker: Chinas Engagement in Zentralasien: Beitrag zur Stabilisierung?
- Andrei Zagorski: Die Interessen und Politik Russlands gegenüber Zentralasien
- Franco Algieri: Die Zentralasienpolitik der Europäischen Union: erste Versuche eines strategischen Ansatzes
- Eugene Kogan: The Armed Forces of Central Asia in 2009
- Hüseyin Bagci: Turkey in Centra Asia
- Aschot Manutscharjan: Irans Politik in Zentralasien
Schriftenreihe zur internationalen Politik, Band 2
Hg.: Erich Reiter
Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar, 2009
ISBN 978-3-205-78404-3
Der nach wie vor offene Konflikt um Bergkarabach wird gerne isoliert, d.h. ohne Bezug zu den Sezessionskonflikten in Georgien beurteilt. Doch es gibt einen politisch-strategischen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen. Namhafte Experten befassen sich in diesem Band mit den Ursachen des Konflikts, den Interessen der großen Mächte im Kaukasus und mit den Perspektiven einer Konfliktlösung.
Mit Beiträgen von:
1. Zur Situation des Bergkarabach-Konfliktes
- Uwe Halbach: Der Konflikt um Bergkarabach - Besonderheiten und Akteure
- Aschot Manutscharjan: Der Berkkarabach-Konflikt aus armenischer Sicht
- Aser Babajew: Der Bergkarabach-Konflikt aus aserbaidschanischer Sicht
- Andrei Zagorskin: Der Bergkarabach-Konflikt aus russischer Sicht
- Oktay F. Tanrisever: Turkey andthe Ethno-Territorial Conflicts in the South Caucasus
- Peter W. Schulze: Die Rolle des Energiefaktors im Bergkarabach-Konflikt
- Eugene Kogan: Russian-Turkish Relations (with an emphasis on the Caucasus)
- Aschot Manutscharjan: Irans Politik im Südkaukasus und im kaspischen Raum
- Helge Lerider: Die Türkei und der Kaukasus
- Eugene Kogan: Die Rolle Russlands im Nahen und Mittleren Osten
- Meliha Benli Altunisik: Turkey's New Activism in the Middle East
- Erich Reiter: Konfliktkonstellation und strategische Situation im Südkaukasus
- Egbert Jahn: Optionen für die Politik der EU gegenüber Aserbaidaschan, Armenien und dem De-facto-Staat Bergkarabach
Schriftenreihe zur internationalen Politik, Band 1
Hg.: Erich Reiter
Böhlau Verlag Wien-Köln-Weimar, 2009
ISBN 978-3-205-78325-1
Der Georgienkrieg im Sommer 2008 war zwar militärisch gesehen nur eine Anzahl von Scharmützeln, in denen Russland den militärisch äußerst schwachen Kleinstaat demütigte. Er hat aber neue strategische Aspekte gesetzt. Der Westen muss seine Russlandpolitik überdenken und Überlegungen anstellen, die Russland nahe liegenden Mitglieder der NATO allenfalls auch vor jenem Russland zu schützen, das bisher als Partner angesehen wurde. Auch die EU sucht ihre Rolle im Südkaukasus und meint, sich im Sinne europäischer Stabilität dort stärker einbringen zu sollen. Denn die russische Machtpolitik könnte die junge freiheitlich-demokratische Ordnung Mitteleuropas in Frage stellen.
Mit Beiträgen von:
- Gustav C. Gressel: Der Krieg am Kaukasus. Geschehnisse und Konsequenzen
- Aschot Manutscharjan: Georgien suchte Krieg mit Russland
- Eugene Kogan: The Russian-Georgian Conflict: An Assessment
- Aschot Manutscharjan: Die innenpolitische Entwicklung Georgiens von 1991 bis 1996 unter besonderer Berücksichtigung der Sezessionskonflikte*
- Jürgen Schmidt: Konfliktursachen Abchasien und Südossetien*
- Andrei Zagorski: Konfliktursachen in Georgien. Die Mainstream-Vorstellungen in Russland*
- Aschot Manutscharjan: Die Haltung Abchasiens im Konflikt mit Georgien*
- Peter W. Schulze: Zieloptionen der russischen GUS-Politik. Das Dilemma von Delegitimation und Regimewechsel
- Aschot Manutscharjan: Russlands Kaukasuspolitik unter den Präsidenten Boris Jelzin und Wladimir Putin*
- Andrei Zagorski: Russische Intervention in Konflikten in Südossetien und Abchasien. Von der Status-quo- zur Revisionspolitik
- Jörg Himmelreich: Die strategische Bedeutung des Südkaukasus für die USA*
- Klaus Becher: Die USA als Faktor des Konfliktmanagements in Georgien*
- Iris Kempe: Die europäisch-russischen Beziehungen und die Russlandpolitik der EU*
- Peter W. Schulze: Energiesicherheit - ein europäischer Traum. Russland als Energiemacht*
- Egbert Jahn: Optionen für die Politik der EU gegenüber Georgien, Abchasien und Südossetien nach dem August 2008
- Peter Schmidt: Der georgische Knoten. Mögliche Beiträge der EU zur Beilegung des Georgienkonflikts
Entwicklungsszenarien und Konsequenzen für Österreich
Hg.: IILP
Verlag Ing. Harald Kurz, 2007
ISBN 978-3-9501854-9-2
Kann Europa in Zukunft für seine Sicherheit sorgen? Welches Entwicklungspotenzial hat die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik und welche Mitgestaltungschancen und Herausforderungen ergeben sich daraus für kleinere Staaten wie Österreich?
Die vorliegende Studie versucht, unter methodischer Nutzbarmachung der Szenarientechnik für die sicherheitspolitische Analyse mögliche Zukunftsszenarien der langfristigen Entwicklung der ESVP zu entwerfen. Damit möchte sie zu einer objektiven Debatte über die längerfristige Ausrichtung der österreichischen und europäischen Sicherheitspolitik beitragen.
Oberstleutnant des höheren militärfachlichen Dienstes Univ.-Lektor Mag. Dr. Johann Frank, geb. 1969, ist Leiter der Abteilung für Sicherheitspolitische Analysen im Büro für Sicherheitspolitik des Bundesministeriums für Landesverteidigung in Wien und Lektor für internationale Politik an der Karl-Franzens-Universität Graz.
